Saisonstart 2010


Rainer´s Bericht vom Saisonstart am 16. Mai 2010:

Wir trafen uns vorab kurz nach 9 Uhr bei Nestor um dann gemeinsam in Gottmannsdorf bei Martin einzutreffen. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Gruppe auf 20 Maschinen an, von denen dann drei mit Beifahrerin nur besetzt waren! Vom Chopper über Enduro und Sportmaschinen bis hin zu den nackt Rädern, also Naked Bikes, war alles vertreten. Sorry, das Fremdwort ließ sich nicht vermeiden. Auch vom Alter her war alles vertreten. Martins´s Tochter Jaqueline dürfte mit ihren 22 Lenzen die jüngste gewesen sein und der älteste hat sicherlich die 50 überschritten ! Und von 44 PS bis um die 150 PS dürfte auch alles vertreten gewesen sein.

Martin erklärte kurz einiges zur Strecke und dann ging es über Bonnhof runter nach Münchzell, und dabei knipste ich schon die ersten Bilder während der Fahrt. Weil es aber  noch recht frisch war, packte ich den Fotoapparat schnell wieder ein. Hier bei Münchzell hatten wir schon die erste Streckenänderung und fuhren anstatt über Dietenhofen über Rügland auf die Hochstraße. Wir waren verhältnismäßig flott unterwegs und hielten planmäßig am Parkplatz bei der Muna-Siedlung oberhalb von Markt Bergel das erste Mal an.
Der Vorausfahrer Wolfgang auf seinem schweren Yamaha-Tourer stellte erfreut fest, daß er eigentlich vorneweg etwas schneller fahren könne. Dies funktioniert auch einigermaßen, weil wir nun auf der B 13 durchgängig bis Winterhausen kurz vor Würzburg unterwegs waren.

Hier bogen wir westwärts ab und durchfuhren viele Orte, die dann auch für mich Neuland waren.

Wenn wir mit unseren Maschinen durch die Orte fuhren oder Einmündungen und Kreuzungen passierten, mußten sich andere Verkehrsteilnehmer verhältnismäßig lange gedulden und die Leute staunten ob der vielen Motorräder. Es war immer wieder ein schönes Gefühl.

Martin hatte als letzter Fahrer die Meute gut im Griff und auch der Vorausfahrer Wolfgang wartete immer nach Ampelkreuzungen und Ausfahrten, bis sich die Gruppe wieder zusammenfand.

Im Vorfeld waren Plätze per Mail in einer abgelegenen Mühle mit Biergarten für uns reserviert, die wir gerne für uns in Anspruch genommen hätten, weil in dieser Gegend die Sonne durchdrang und es verhältnismäßig warm wurde. Aber leider hatten die Mühlenbesitzer uns vergessen und wir standen vor verschlossener Tür.

So fuhren wir zurück nach Unterbalbach, wo wir gleich um die Ecke beim Italiener einkehrten und mit unseren Maschinen den Hof vollparkten. Jürgen stellte außen am Gehsteig seine Yamaha auffällig mit "Parkfuß" (siehe später auf den Bildern) ab und es folgten noch einige Motorradfahrer, die dann hier beim Italiener zur Mittagspause einkehrten.

Die junge Wirtin pries Ihre Tageskarte auf der mit Kreide beschrifteten Tafel dann im Lokal an und es war sehr lustig. Wir aßen sehr gut, ich finde günstig und  sehr üppig.

Beim Essen lernte man sich näher kennen und konnte Erfahrungen austauschen.

Als wir das Lokal verließen, unterhielten wir uns draußen mit Motorradreisenden aus Schweden und Finnlang, genauer, Helsinki, die auf dem Weg in die Schweiz und nach Korsika unterwegs waren. Herren im reiferen Alter. Und was hatten sie unterm Hintern. Motorräder weiß-blauer Herkunft, von Touratech und anderen Zubehörhändlern alles angebaut was gut und teuer ist. An der F 800 GS zum Beispiel ein Tank mit 42 l Inhalt !

Martin änderte ab hier abermals die Strecke, denn im Taubertal kommt man an langsamen Autofahrern mit 18 Maschinen nicht so einfach vorbei.

Bei Niederstetten kamen noch Manni und Heidi zu uns und schlossen sich der Gruppe an.

Da es mittlerweile wärmer wurde, konnte ich wieder Bilder während der Fahrt von fast jedem einzelnen machen, kurz bevor wir Rothenburg erreichten. Die Abstände zwischen den  Pausen, Zigarettenaufenthalte, Warteaufenthalte und sonstigen Verzögerungen wurden immer kürzer und so waren wir einmal sage und schreibe 16 km am Stück unterwegs!!!

Ab Rothenburg ging es dann flott über Leutershausen Richtung Heimat. Eigentlich war geplant, Wally und Wolfgang über Windsbach nach Hause zu begleiten, damit sie nicht wieder wie vergangenes Jahr zuhause bleiben. Aber in Ansbach hatte es auf einmal jeder eilig. An den Ampeln mußte mehrfach angehalten werden und die Gruppe zerriß vollkommen. Kirchi ´s und Manfred fuhren Richtung Windsbach langsam hinter einem Traktor in der Hoffnung, die anderen würden nachkommen. Da der Rest aus meiner Teilgruppe das nicht mitbekam, fuhren alle direkt Richtung Heilsbronn. Jaqueline blieb in Katterbach noch kurz wegen nicht umgelegtem Benzinhahn liegen und gegen halb fünf waren fast alle in Gottmannsdorf dann zum Grillen eingetroffen.

Im Anschluß konnten wir gleich die Bilder der Tour ansehen und wenn das Fußballspiel  Club gegen Augsburg nicht gewesen wäre, wären wir sicher noch länger sitzen geblieben.

Ergebnis: trotz aller Befürchtungen wegen des Wetters blieb es regenfrei bei trockenen Straßen, es war für uns nachmittags größtenteils sonnig, es ist nichts passiert, was nicht immer selbstverständlich ist und wir blicken auf eine schöne, gemeinsame Ausfahrt zurück.

Schade, daß von unserem Motorrad-Stammtisch nicht mehr dabei waren.

Euer Rainer